Aktuelles

Der Geist ruft aus der Ferne

Ekeko 870x335

Ein Film von Rainer Hoffmann u. Erika Harzer

Dienstag, 14.5.2019, 18.00 h im Ibero/Amerikanischen Institut Berlin, Simón-Bolívar-Saal
Film und Gespräch mit den Regisseur*innen

Das 19. Jahrhundert mit seiner Kolonialpolitik prägt auch das Bild der Schweiz. Entdecker, Naturforscher und Geschäftsleute erobern neue Welten in Übersee. Sie bringen Kakao, Baumwolle und exotische Pflanzen in die Alte Welt. Unter den mitgebrachten Kolonialwaren befinden sich auch Kulturschätze aus vorchristlichen Zeiten.

Weiterlesen...
 

Zwei Brüder – zwei Anwälte – Ein Preis

Victor Fernandez in Pajuiles

Sie heißen Martín und Víctor, zwei Männer Mitte 40. Sie sind Brüder und Anwälte und kommen aus Honduras. Das besondere an diesen beiden Männern von kleiner Statur, mit runden Gesichtern, dunklen Augen, ist, dass sie sich als Menschenrechtsanwälte in ihrem Heimatland auf extrem gefährlichem Terrain bewegen, immer wieder Morddrohungen erhalten, bereits durch körperliche Angriffe verletzt wurden und mehrfach aus Sicherheitsgründen schon temporär ihr Land verlassen mussten.

Weiterlesen...
 

Hartwig Lohmann

Hartwig Lohmann

NDR Info Forum am Sonntag
Erstausstrahlung 31. März 2019, 6.05 Uhr
Wiederholung 17.05 Uhr

Der dichtende Pastor aus Kellinghusen

Schon als neunjähriger schrieb er sein erstes Gedicht an die Mutter, inspiriert von Wilhelm Busch. Und er schreibt sie heute, als 95-Jähriger, noch immer. Gedichte gehören zum Leben des Pastors Hartwig Lohmann aus Kellinghusen.

Weiterlesen...
 

Nicht mit uns!

copyright: Marcela Lara "No me gusta"

„Nicht mit uns!“ von Marcela Lara

NDR Kultur | 5.3.2019 um 20:05 Uhr

Erstausstrahlung: Deutschlandfunk Kultur 2018

Mittelamerika: Musikerinnen gegen Machismo

Machismo gehört in vielen Ländern Lateinamerikas zum Alltag. Im Privaten wie in der Politik gilt frauenverachtende Politik und sexualisierte Gewalt als "normal". Doch immer mehr Frauen organisieren und wehren sich.

[hier nachhören...]

[Manuskript als PDF...]

Weiterlesen...
 

Gut einen Monat nach dem Massaker legte jetzt die von der Regierung des konservativen Präsidenten Ricardo Maduro eingesetzte Untersuchungskommission ihren Bericht mit erschreckenden Details vor. Bei dem Massaker starben insgesamt 69 Menschen, davon 66 Häftlinge, von denen 61 den sogenannten "Maras", organisierten Jugendbanden, angehörten. Außerdem kamen drei Besucherinnen ums Leben - zwei Frauen und ein Kind, die sich zum Zeitpunkt des Massakers in der Haftanstalt aufhielten. Was anfänglich als Streit zwischen unterschiedlichen Häftlingsgruppen aussah, bekommt mit dem Untersuchungsbericht neue Konturen.
"El Porvenir" liegt am Fuß des zum Pico Bonito Nationalpark gehörigen Mittelgebirges inmitten riesiger Ananasplantagen, auf denen in Monokultur für die Dole Food Company Inc. angepflanzt wird. Zur Karibikküste ist es ein Katzensprung und an klaren Tagen sind die vorgelagerten Inseln der Bahia, die hondurenischen Tauchparadiese, klar umrissen zu erkennen. Die Häftlinge sind in Landwirtschafts- oder Handwerksgruppen aufgeteilt, bauen Bohnen, Reis, Mais und Gemüse an oder stellen Möbel und Kunsthandwerk her. "El Porvenir" gilt als Modell-Gefängnis. Ein Grossteil der Insassen sind Untersuchungsgefangene, die auf ihre Verurteilung warten und wegen Verwicklung in Drogengeschäfte, in Waffenschiebereien oder wegen Vergewaltigung angeklagt sind.
Die Anlage hat eine Kapazität von 150 Insassen. Am Tage des Massaker befanden sich 555 Gefangene in "El Porvenir". Im Februar dieses Jahres wurden 50 "Mareros", wie die Bandenmitglieder im Volksmund genannt werden, von der Hauptstadt Tegucigalpa nach "El Porvenir" verlegt, sehr zum Missfallen der dort bereits untergebrachten Häftlinge.
Die Ergebnisse der Untersuchungskommission lesen sich wie das Drehbuch einer Billigproduktion für einen brutalen Actionfilm, in dem letztendlich 69 Menschen ums Leben kommen. Ausgangspunkt war demzufolge ein Streit zwischen zwei "Mareros" der berüchtigten "Mara 18". Dies nahm Gefängnisdirektor Dany Rodríguez zum Anlass für eine Überraschungsrazzia am 2. April. Laut Untersuchungskommission ist bei dieser Razzia deutlich geworden, dass die "Mareros" nicht bewaffnet waren. Dennoch ordnete Dany Rodríguez an, die "Mareros" in zwei Zellen von den anderen Gefangenen zu isolieren und belegte sie mit Ausgangsverbot. Danach fuhr er ins Wochenende und übergab die Aufsicht dem Gefängniskommissar Oscar Sánchez Rodríguez.
Dieser bat sogleich zwei Vertreter der Häftlingskomitees, das Organisations- und Wächteraufgaben übernimmt, zum Gespräch, das offenbar unbefriedigend verlief. Laut Zeugenaussagen drohte Sánchez Rodríguez daraufhin an, dass "gleich etwas passieren" würde. Gesagt, getan: Er ließ die Mitglieder der "Mara18" aus den Zellen holen und auf den Hof bringen. Dort angekommen soll ein "Marero" eine Pistole gezückt und mehrmals Schüsse auf die Mitglieder des Häftlingskomitees abgefeuert haben. Einer war sofort tot, ein zweiter schwer verletzt, so der Ermittlungsbericht. Der Funke war gezündet, die Schlacht konnte beginnen. Mit Hieb- und Stichwaffen stürmten die im Komitee organisierten Gefangenen auf die "Mareros" ein. Dabei gab es über 20 Tote. Die hoffnungslos unterlegenen "Mareros" zogen sich in ihre beiden Zellen zurück, nicht ohne auf dem Weg dorthin Besucherinnen als Geiseln mitzunehmen.
Mit Steinen, Holzstangen und Stühlen bewarfen die Gefangenen von außen die Zellen und versperrten damit den Zugang. In dieser aufgeheizten Situation warf ein Gefangener ein brennendes Handtuch auf die verbarrikadierten Zellen. Feuer brach aus und in den Zellen Panik. Die "Mareros" suchten nach Fluchtwegen. Wer sie fand, hatte allerdings nur für den Bruchteil einer Sekunde die Hoffnung auf Rettung. Vor den Zellen hatten sich mittlerweile Gefängniswärter aufgebaut, die rücksichtslos auf alle schossen, die sich aus den Zellen herausretten wollten. Das Resultat ist bekannt: 61 "Mareros" und acht weitere Menschen fanden innerhalb der Mauern von "El Porvenir" einen grausamen Tod.
Die vermeintliche "Häftlingsrevolte" von "El Porvenir" erweckt den Anschein, dass die Provokation mit tödlichen Folgen von offizieller Stelle gefördert wurde. Menschenrechtsorganisationen äußerten den Vorwurf, dass dieses Massaker Teil der Politik der hondurenischen Regierung sei, die die Ermordung Jugendlicher bewusst toleriere.
Allein in den vergangenen fünf Jahren sind 1.600 Fälle von Erschießungen und Hinrichtungen von Jugendlichen in Honduras registriert worden, die nahezu alle nicht aufgeklärt worden sind. Selbsternannte "soziale Säuberungskomitees" ziehen als schwerbewaffnete Killertrupps in Autos mit getönten Scheiben nachts durch die Strassen der großen Städte und richten nach Gutdünken Jugendliche hin. Über all diese Ereignisse der letzten Jahre existieren vielfach Untersuchungsberichte, angefertigt von nationalen Institutionen wie auch internationalen Delegationen der Sonderbeauftragten der UNO und von Amnesty international. Bewirken tut all dies nichts: Allein im Januar dieses Jahres meldete die Kinderhilfsorganisation Casa Alianza 59 ermordete Jugendliche.
Auch in den Gefängnissen des mittelamerikanischen Landes kam es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Übergriffen und Ermordungen von "Mareros". Am 4. März wurden bei Auseinandersetzungen in der Haftanstalt Tela zwei "Mareros" ermordet und sieben verletzt. Im Knast von San Pedro Sula wurden wenig später insgesamt sieben "Mareros" der "Mara Salvatrucha" ermordet.

filme

Der Geist ruft aus der Ferne

Ekeko 870x335

Ein Film von Rainer Hoffmann u. Erika Harzer

Dienstag, 14.5.2019, 18.00 h im Ibero/Amerikanischen Institut Berlin, Simón-Bolívar-Saal
Film und Gespräch mit den Regisseur*innen

Das 19. Jahrhundert mit seiner Kolonialpolitik prägt auch das Bild der Schweiz. Entdecker, Naturforscher und Geschäftsleute erobern neue Welten in Übersee. Sie bringen Kakao, Baumwolle und exotische Pflanzen in die Alte Welt. Unter den mitgebrachten Kolonialwaren befinden sich auch Kulturschätze aus vorchristlichen Zeiten.

 

Das Terrassenwunder von Peru

ARTE - 360° - GEO Reportage
Ein Film von Erika Harzer u. Kalle Staymann
Kamera: Thomas Keller
Erstausstrahlung: Oktober 2015

Aktuelle Sendetermine

9.3.2019 von 18.25 - 19.10 Uhr
16.3.2019 von 09.40 - 10.30 Uh
22.3.2019 von 07.10 - 07.55 Uhr

Im Hochland von Peru, 140 Kilometer von Lima entfernt, sprudelt der Río Cañete mit unerschöpflich anmutendem Wasserreichtum durchs Tal. An seiner Mündung öffnet sich eine riesige, kaum bekannte Terrassenlandschaft: Jahrtausendealt, offensichtlich als Kornkammer uralter Vor-Inka-Völker über Hunderte Höhenmeter in den Berg eingearbeitet.

 

Raus aus der Abhängigkeit

INKOTA Netzwerk
Regie: Erika Harzer
Juli 2014

Die starken Frauen von Xochilt Acalt

Weitere Informationen über das Frauenzentrum Xochilt Acalt [hier...]

radio features

Hartwig Lohmann

Hartwig Lohmann

NDR Info Forum am Sonntag
Erstausstrahlung 31. März 2019, 6.05 Uhr
Wiederholung 17.05 Uhr

Der dichtende Pastor aus Kellinghusen

Schon als neunjähriger schrieb er sein erstes Gedicht an die Mutter, inspiriert von Wilhelm Busch. Und er schreibt sie heute, als 95-Jähriger, noch immer. Gedichte gehören zum Leben des Pastors Hartwig Lohmann aus Kellinghusen.

 

Nicht mit uns!

copyright: Marcela Lara "No me gusta"

„Nicht mit uns!“ von Marcela Lara

NDR Kultur | 5.3.2019 um 20:05 Uhr

Erstausstrahlung: Deutschlandfunk Kultur 2018

Mittelamerika: Musikerinnen gegen Machismo

Machismo gehört in vielen Ländern Lateinamerikas zum Alltag. Im Privaten wie in der Politik gilt frauenverachtende Politik und sexualisierte Gewalt als "normal". Doch immer mehr Frauen organisieren und wehren sich.

[hier nachhören...]

[Manuskript als PDF...]

 

Dem Unfassbaren einen Namen geben

Luz Maria Duran mit Suchplakat in Gaertnerei-Mexiko

SWR2 Leben - 4. Dezember 2018, 15.05 Uhr

Luz María Duráns Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit

Luz María Durán ist Mexikanerin, betreibt mit ihrem Mann eine Gärtnerei. Der Betrieb läuft gut und eigentlich hätte ihre Familie ein zufriedenes Leben führen können. Doch dann wurde vor einigen Jahren ihr damals 17-jähriger Sohn mit drei Kollegen von der Polizei verschleppt. Seither sind sie verschwunden, sind vier von rund 35.000 Verschwundenen in Mexiko. Der Schmerz und die Ignoranz der Behörden haben Durán anfangs stumm gemacht. Doch eine Menschenrechtsorganisation bot Unterstützung an und so verwandelte sich die Frau in eine engagierte Kämpferin auf der Suche nach der Wahrheit.
Die Recherche für diesen Beitrag wurde während einer Pressereise des Kath. Hilfswerks Misereor durchgeführt.

[hier Nachhören...]

printmedien

Ein Schutzraum für „Engel“

KNH 90590 (c) Jacob Studnar Kindernothilfe
Foto: © Jacob Studnar-Kindernothilfe

Im Haus „Querubines“ in der Hauptstadt von Honduras finden Mädchen nach Missbrauch und sexualisierter Gewalt endlich Zuflucht und Unterstützung. Eine Reportage über den internationalen Einsatz für Kinderrechte.

 

Land in Sicht

Bertita am Telefon vor Berta Plakat
Amnesty Journal - Februar 2019

Ihre Mutter wurde wegen ihres Engagements umgebracht. Nun führt Bertha Zúñiga Cáceres den Kampf um Landrechte in Honduras weiter.

 

Der Marsch der Vergessenen


Täglich wächst die Zahl der Mitlaufenden in der mittelamerikanischen Karawane der Verzweifelten. 7.500 Menschen sollen es am 23.Oktober sein. Trotz rumpelstilzartiger Tobsuchtsanfälle des US-Präsidenten Trump via Twitter, trotz der Androhung militärischer Aufrüstung an der Grenze und auch der bereits stattgefundenen Konfrontationen.

Termine

eha-media Termine

14. Mai 2019 18:00 – 21:00
Ibero-Amerikanisches Institut, Berlin

Zum Seitenanfang