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Migranten*innen klettern auf offene Kieswaggons
Erika Harzer (2004)

Migration: Als käme man von A nach B

ZEIT ONLINE - 10 nach 8 | 7.5.2021

Die großen globalen Fluchtrouten haben Namen, heißen Balkanroute oder Mexikoroute. So als ob sie normale Fortbewegung zuließen und nicht allzu oft nur ins Elend führten.
Zur Jahrtausendwende wurde ich als Expertin in ein EU-Projekt nach Honduras "entsandt". Seitdem beschäftige ich mich mit Migrationsbewegungen aus Honduras, Guatemala und El Salvador in die USA. Diese Erfahrung prägt mich bis heute...

Link zum Text auf ZEIT-ONLINE...

Strassenblockade der Garifunas in Triunfo de la Cruz
Foto: OFRANEH

Es fehlt jede Spur

Erstveröffentlichung: Amnesty Journal 4.1.2021

Repression und Widerstand an der honduranischen Karibikküste

Im Juli 2020 wurden Landrechtsaktivisten entführt, die seitdem verschwunden sind. Nicht zum ersten Mal trifft es die indigene Bevölkerungsgruppe der Garífuna. Wenn er zu den Ereignissen vom 18. Juli in seinem Heimatort El Triunfo de la Cruz befragt wird, hat Cesar Benedith eine klare Antwort: "Es war eine perfekt vorbereitete Aktion."

Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien
(c) Erika Harzer

Internationaler Tag der Verschwundenen

Gedanken zum internationalen Tag der Verschwundenen am 30. August 2020

Von der Straße weg entführt, zu Hause abgeholt, während einer Demonstration festgenommen. Wahrscheinlich gefoltert. Keine Angaben über den Verbleib. Für immer verschwunden?

Tierschützer*innen vorm Schlachthof in Kellinghusen Aug. 2018
(c) Kalle Staymann (2018)

Corona bringt Licht ins Dunkel der Fleischproduktion

Nun ist es amtlich und seit Mai 2020 in aller Munde: Schlachthöfe sind Covid-19 Infektionsherde und die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen sind prekär. Redaktionen aller möglichen Medien schicken ihre Journalist*innen „ins Feld“. Sie suchen händeringend rumänische Werkvertragsarbeitende für Interviews.

Schlachthof Besetzung - 2019
(c) Kalle Staymann

Auf der Strecke bleibt der Mensch

veröffentlicht Juli 2020

Der Schlachthof und das Leben

Wieder einmal stinkt es. Nicht nur ein bisschen. Es ist kein Geruch, der schnell verfliegt. Kein schlechtes Lüftchen. Nein, es stinkt und sitzt in meiner Nase fest. Auch wenn ich noch so schnell in die Pedale trete, muss ich den Gestank erstmal ertragen. Schnelles Entkommen geht nicht.

"Der Schuldspruch ist ein Fortschritt"

Febr 2019 Martin u Victor F in Locomapa n Mord an Tolupan Anführer

Amnesty Journal - Mai 2020

Ein Gespräch mit dem Rechtsanwalt Victor Fernández

Am 3. März 2016 wurde die honduranische Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres in ihrem Haus ermordet. Als Sprecherin der Indigenenorganisation COPINH hatte sie sich unter anderem gegen ein Staudammprojekt eingesetzt. Ende 2019 wurde das Strafmaß für sieben Personen verkündet, die an dem Mordkomplott beteiligt waren.

Miriam Miranda

MIriam Miranda Preisverleihung FES 27.11.2019


Die Rebellin der Karibikküste

Am 27. November überreicht die Friedrich Ebert Stiftung ihren Menschenrechtspreis 2019 an die Honduranerin Miriam Miranda, die sich seit über 30 Jahren für die Rechte der Garifunas einsetzt.

Ein Schutzraum für „Engel“

KNH 90590 (c) Jacob Studnar Kindernothilfe
Foto: © Jacob Studnar-Kindernothilfe

Im Haus „Querubines“ in der Hauptstadt von Honduras finden Mädchen nach Missbrauch und sexualisierter Gewalt endlich Zuflucht und Unterstützung. Eine Reportage über den internationalen Einsatz für Kinderrechte.

Land in Sicht

Bertita am Telefon vor Berta Plakat
Amnesty Journal - Februar 2019

Ihre Mutter wurde wegen ihres Engagements umgebracht. Nun führt Bertha Zúñiga Cáceres den Kampf um Landrechte in Honduras weiter.

Korruption bekämpft man nicht mit Schweigen

Vorlage für Radiofeature SWR2 2018 von Erika Harzer und Karlheinz Staymann

27. August 2017- Präsident Jimmy Morales –Guatemala
Ich erkläre Herrn Iván Velásquez Gómez in seiner Funktion als Leiter der Internationalen Kommission gegen die Straffreiheit in Guatemala zur Persona Non Grata und befehle, dass er umgehend die Republik von Guatemala zu verlassen hat.

- - - Auf der Straße versammeln sich Menschen unter der Parole: Iván no se va….

Der Marsch der Vergessenen


Täglich wächst die Zahl der Mitlaufenden in der mittelamerikanischen Karawane der Verzweifelten. 7.500 Menschen sollen es am 23.Oktober sein. Trotz rumpelstilzartiger Tobsuchtsanfälle des US-Präsidenten Trump via Twitter, trotz der Androhung militärischer Aufrüstung an der Grenze und auch der bereits stattgefundenen Konfrontationen.

Die Oligarchen lässt man laufen

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Amnesty Journal - Februar 2018

Staatsbedienstete und Industrielle sollen den Mord an der hondu­ranischen Umweltaktivistin Berta Cáceres ­kaltblütig geplant haben – bislang ohne Folgen. Der Bau des umstrittenen Wasserkraftwerks ­jedoch, gegen das sie kämpfte, scheint gestoppt.

Dem Leben der Frau wird kein Wert beigemessen

Abtreibungsverbot in El Salvador

Aufgrund des restriktiven Abtreibungsgesetzes können Frauen in El Salvador sogar bei Fehlgeburten wegen Mordes verurteilt werden. Ein Gespräch mit der Aktivistin Marcela Zamora, die sich öffentlich zu einer Abtreibung bekannte und so die Debatte über eine Liberalisierung vorantrieb.

Verschwinden heißt weg sein – heißt unauffindbar sein

Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien

Die Nachrichten wiederholen sich. Leicht verändert an Zahlen und geographischer Zuordnung. Doch sie erzählen immer wieder von gleichen Ereignissen. Von überfüllten Booten, mal Schlauchboote, mal alte, eigentlich seeuntüchtige Fischerboote oder selbst zusammengebaute bootsähnliche Gebilde, die in Seenot geraten, die kentern und ihre Ladungen ins Mittelmeer werfen.

Verleihung des Peter Scholl-Latour Preises 2016
(c) PAN International

Preisverleihungen

Wenn Kinder nur noch weg wollen – Der mittelamerikanische Exodus

Für dieses 55 Minuten andauernde Radiofeature war ich im November und Dezember 2014 in Mexiko, Guatemala und Honduras unterwegs. Es waren mehrere tausend Kilometer Weg, die ich zwischen und in den Ländern gereist bin, um mir die Geschichte der Menschen anzuhören, die in diesem Stück zu Wort kommen sollten. Menschen auf der Flucht, die Familie, Heimat, ihr gewohntes Leben zurück gelassen hatten, die unterwegs waren mit viel Angst und doch auch Hoffnung, mit ihrer Flucht oder ihrem Weggang ein anderes Leben finden zu können.

Verschollen

Image: Italien verschollen [Foto: Erika Harzer]

Mexiko / Italien

Wie in Mexiko macht nun auch in Italien eine internationale Karawane auf die Opfer der Abschottungspolitik aufmerksam

Die Aula der staatlichen Handelsakademie von Casal del Principe ist vollbesetzt. In der Kleinstadt nördlich von Neapel, die international vor allem wegen ihrer Verbindung zur Mafiaorganisation Camorra bekannt wurde, ist eine außergewöhnliche Veranstaltung angekündigt: die italienische Karawane für die Rechte der Migranten, für Würde und Gerechtigkeit macht Station.

Karawane der Mütter Bahngleise in Chontalpa
Foto: Erika Harzer (2014)

Wenn Kinder nur noch weg wollen

Der mittelamerikanische Exodus

Von Erika Harzer 2015 – Vorlage für Radiofeature für BR / DLF /WDR

Rede Barack Obama vom 9.7.2014

Wir stellen hier zwei Dinge fest: Erstens, die Zunahme von unbegleiteten Kindern und Eltern mit Kindern, die über die Grenze am Rio Grande kommen. Zweitens, dass diese Menschen sich nicht vor unseren Grenzschutzbeamten verstecken. Wir verhaften Sie in großer Anzahl.

Von Leipzig nach La Ceiba

Dr. Siegfried Seibt in La Ceibaneues deutschland - 3. Juni 2013von Erika Harzer

Der aus der DDR stammende Mediziner Siegfried Seibt genießt in Honduras hohes Ansehen
Sein medizinisches Handwerk lernte Siegfried Seibt in der DDR. 1979 wanderte er in das Land seiner Ehefrau aus: Honduras. Die von ihm 1980 aufgebaute Privatklinik hat einen exzellenten Ruf. Die Luft ist drückend heiß in der karibischen Hafenstadt La Ceiba im Norden von Honduras. Kein Windchen, keine Abkühlung in Sicht.

Wer sich erpressbar macht

Vor dem Drescher-Werk in Rutesheim stehen 60 schwarze HolzkreuzeDer Tagesspiegel - 7. November 2012von Erika Harzer

Als das schwäbische Traditionsunternehmen Drescher in Schwierigkeiten geriet, verzichteten die Beschäftigten auf Lohn, auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Entlassen wurden sie trotzdem. Nun fragen sie sich, was der Verzicht gebracht hat.
Er will nicht über sich reden. Es ist ja bloß seine Arbeit, von der Martin Reichel erzählt. Arbeit, das ist das sachliche Leben, gelebt wird ein anderes. Oder etwa nicht?

Bilder von Frauen

Halbzeitansprache TuerkiyemsporteamDer Tagesspiegel - 29. Juni 2012von Erika Harzer

Vom Kottbusser Tor nach Charkiw – junge Berlinerinnen von Türkiyemspor vertreten Deutschland bei einem Begegnungsturnier in der Ukraine. Und wundern sich.
Begegnungen finden täglich statt. Ohne großen Aufwand, beliebig und meist unbedeutend. Bei Begegnungsreisen ist dies anders, da wird Begegnung gezielt gesucht, mit fremdem Leben, fremden Menschen und Gebräuchen.

Wenn Essen krank macht

Wenn Essen krank machtBerliner Zeitung - 2. Juni 2012von Erika Harzer

Adipositas

Anna war lebhaft, hatte Kampfgeist und Selbstbewusstsein. Und: Sie war schlank. Doch dann wird Anna immer dicker und unglücklicher. Am Ende wiegt sie 130 Kilogramm. Ihr letzte Hoffnung: eine Operation. Eine Geschichte von Krankheit und dem Beginn einer Genesung.

Vom Untergrundkämpfer zum Staatspräsident

Pepe Mujica
José „Pepe“ Mujica auf Staatsbesuch in Deutschland
von Erika Harzer, Oktober 2011

Ende der Sechziger Jahre gehörte José „Pepe“ Mujica zu den Gründern und Anführern der uruguayischen Stadtguerilla MLN-Tupamaros. Anfang der Siebziger wurde er verhaftet und von den Militärs der uruguayischen Diktatur mit ein paar weiteren Gefangenen zur Staatsgeisel erklärt...

"Heute spielt keine mehr"

ff Honduras

Erika Harzer, FF-Magazin 03/2011

„ADELANTE MUCHACHAS“– Rückblicke auf eine aussergewöhnliche Fussballgeschichte

Sechs Jahre später treffe ich einige der Mädchen von damals. Es ist ein drückend heißer Sonntag.

Wir sind ein Team

Und wohin gehen wir jetzt? Am Kottbusser Tor beginnt der inoffizielle Teil des SportaustauschprogrammsBerliner Zeitung - 12. Oktober 2010als radiofeature: WDR5 Neugier genügt - 14. Dezember 2010, dRadio v. 12. November 2010von Erika Harzer

Jerusalem trifft Kreuzberg

Berlin - In einem Wirrwarr von Namen und Sprachen suchen und finden sich Anisa, Svetlana, Lihi, Momo, Karla, Avia, Asia, Gizem, Noga oder Toya, Ludmilla, Lara, Rina, Lada, Paulin oder Helen.
Sie schmieden Pläne für den Abend, verabreden sich mit den Freundinnen am Körnerladen am Kotti oder zum Sonnenuntergang am Engelbecken und später auch irgendwo auf ein Bier.

Ein Leben zählt nicht mehr viel

Demonstration in Honduras 2010

Erika Harzer, EMMA Herbst 2010

HONDURAS - La vida no vale nada!"

Seit dem Militärputsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten nehmen die Menschenrechtsverletzungen immer mehr zu. Frauen gehen dagegen auf die Straße.

Tortilla mit Salz

Erste WM-Teilnahme von Honduras seit 28 Jahren

Erika Harzer, 11 Freunde - 1. Juni 2010

Honduras leidet unter Armut und korrupten Putschisten

Einziger Hoffnungsschimmer: die erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren. Eine Herkulesaufgabe

"Angesichts der Ereignisse des letzten Jahres in Honduras ist die Nationalelf zu einem wichtigen Faktor für Respekt, Glaubwürdigkeit und den Zusammenhalt im Lande geworden", sagt Nationalcoach Rueda.

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Verschwunden, aber nicht vergessen

Bertha OlivaBerliner Zeitung v. 31. Mai 2010 von Erika Harzer

Seit 30 Jahren setzt sich Bertha Oliva in Honduras für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen ein
TEGUCIGALPA. Drückende Schwüle liegt über Tegucigalpa. Alle Welt wünscht den Regen herbei, der zumindest ein kurzes Durchatmen zuließe. Aber der lässt sich Zeit, wie so vieles in Honduras. Und so treibt die stinkende Luft, die sich wie unter einer Käseglocke über der Stadt festgesetzt hat, den Schweiß aus allen Poren. Die Straßenverkäuferinnen versuchen mit Tüchern, sich ein bisschen frische Luft zuzuwedeln, und wirbeln doch nur die Abgase und die Abfallgerüche durcheinander.

Die Insel des Grauens

eine Geschichte über das guatemaltekische Polizeiarchiv
von Erika Harzer

Der Himmel ist zugezogen. Züngelnde Blitze künden das Gewitter an. Dann prasselt der Regen auch schon los, laut und heftig und verdunkelt die wenigen noch verbliebenen Stunden des Tageslichts an diesem Nachmittag Mitte April in Guatemala City. Ein Tag wie jeder andere in der guatemaltekischen Hauptstadt. Die Zeitungen sind, wie das Leben selbst, voller Beispiele erfahrener Gewalt und ungelöster politischer Probleme. Ein Auftragskiller wurde festgenommen. Er ist 13 Jahre alt.

Rechtsextremismus im Sport

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Gunter A. Pilz, Sabine Behn, Erika Harzer,
Heinz Lynen von Berg u. Nicole Selmer

erschienen im Dezember  2009 im Sportverlag Strauß
235 Seiten
ISBN 13 978-3-86884-506-8
28.00 EUR [ Bestellen ]

Diese Expertise setzt sich zwei zentrale Ziele: Zum einen eine Situationsbeschreibung in Bezug auf rechtsextremistische Erscheinungsformen im Sport zu erstellen, die auf bundesweiter Ebene Auskunft über Vorfälle im Sport mit rechtsextremistischem Hintergrund gibt, und zum anderen Präventions- und Interventionskonzepte darzustellen, mit denen in Situationen interveniert bzw. rechtsextremen Erscheinungsformen vorgebeugt werden kann.Thematisch werden dabei sowohl Rechtsextremismus im organisierten Sport und an seinen Rändern als auch rechtsextremistische Erscheinungsformen im Zuschauer- und Fanverhalten untersucht.

Menschenrechte nur für Neoliberale

Kundgebungsteilnehmer_innen vor dem Nationalpalast (26.10.2009)

Neues Deutschland - 22.8.2009 von Erika Harzer

Der honduranische Putsch und die FDP:

Fragwürdige Haltung von Friedrich-Naumann-Stiftung, Gerhardt, Hoyer und Co.

Knapp acht Wochen nach dem Putsch in Honduras ist laut Amnesty International die Menschenrechtslage besorgniserregend. Ähnliche Ergebnisse präsentierten bereits vorher andere internationale Menschenrechtsdelegationen, die Honduras aufsuchten.

Banden, Protzer und Marias Angst

Kundgebung der Widerstandsbewegung vor dem Parlamentsgebaeude Tegucigalpa (5.11.2009)

Berliner Zeitung v. 2. Juli 2009 von Erika Harzer

Der Putsch in Honduras führt die wahre Krise des Landes vor Augen:

Armut und rohe Gewalt zersetzen die Gesellschaft

TEGUCIGALPA. So hatten sich das die Putschisten in Honduras wohl nicht vorgestellt, als sie am Montag den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya im Pyjama aus seiner Wohnung verschleppten und außer Landes verfrachteten: Alle Welt wendet sich gegen sie.

Grenzerfahrung

Przemysl (Ukraine)

Berliner Zeitung - 28.5.2009 von Erika Harzer

Przemysl hat schon zu vielen Ländern gehört.

Heute wird hier der östliche Rand der EU geschützt
PRZEMYSL. Die Drehung war perfekt. Ein schneller Schwung nach links, die Pistole mit beiden Händen auf einen hochgeschossenen Jungen gerichtet. Dann dessen Schrei, aufgerissene Augen, die Hände vor den Bauch gepresst, der Fall. Gelächter löst die Szene aus. Der Lange zeigt dem Schützen den erhobenen Daumen. "Guter Schuss, Volltreffer."

Hart an der Grenze

Erika Harzer, Amnesty Journal - April 2009

Deutsche Bundespolizei schikaniert ukrainische Saisonarbeiter

Wegen eines bürokratischen Fehlers wurden ukrainische Saisonarbeiter von der deutschen Bundespolizei schikaniert und unwürdig behandelt. Die Sonne war schon aufgegangen, doch das änderte wenig an der Müdigkeit von Vasyl Vovchanskyy und Olha Rozlutska. Zwei Tage zuvor hatte ihre Reise begonnen, die von der spanischen Stadt Huelva über Madrid nach Wroclaw in Polen führen sollte.

Aufbruch nach Nicaragua

Foto Aufbruch nach Nicaragua

Herausgeber: Erika Harzer u. Willi Volks

Erscheint voraussichtlich: 03.2009

ca. 19.90 EUR [ Bestellen ]

Deutsch-deutsche Solidarität im Systemwettstreit

In den Zeiten des Kalten Krieges reisten Tausende Engagierte aus der damaligen Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik nach Nicaragua. Sie alle wollten das sandinistische Nicaragua unterstützen und beim Aufbau einer sozial gerechten Gesellschaft helfen.

In einem anderen Land

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Fotos zum Thema: Anti-War...Migration...

Erika Harzer - Berliner Zeitung - 20. März 2008
José Antonio Gutierrez wurde in Guatemala geboren. Vor fünf Jahren starb er als erster US-Soldat im Krieg gegen den Irak

Der erste gefallene US-Soldat im Irakkrieg war der Marine-Obergefreite José Gutierrez. Er starb am 21. März 2003, als man den zweiten Tag der "Operation Iraqi Freedom" zählte. Sein Leben ließ er bei Umm Qasr im Süden des Landes, getroffen von der Kugel eines Kameraden. Tod durch "friendly fire", wie es im Militärjargon heißt.
Es war damals die Topmeldung in den guatemaltekischen Medien: "La muerte de José Gutierrez en el campo de batalla." Der Tod von José Antonio Gutierrez auf dem Schlachtfeld.

Letzte Chance für Gerechtigkeit

Uruguay: Letzte Chance für Gerechtigkeit

Weitere Fotos zum Thema: Uruguay...

Erika Harzer - Berliner Zeitung - 20. Dezember 2007

In Uruguay wurde während der Militärdiktatur gefoltert und getötet. Für die Täter gilt eine Amnestie. Sie soll endlich fallen. MONTEVIDEO. Gut 35 Jahre liegen zwischen der Festnahme von Roberto Luzardo und der hoffnungsvollen Reise seines Bruders Raul. Im August 1972 wurde der 30-jährige Roberto bei seiner Festnahme in Uruguay durch Schüsse schwer verletzt, er starb Monate später im Militärkrankenhaus von Montevideo. Nun macht sich der inzwischen 60-jährige Raul von seiner Exilheimat Berlin aus auf den Weg nach Montevideo mit einer großen Portion Hoffnung im Gepäck. Endlich sieht er die Chance gekommen, dass die für den Tod seines Bruders Verantwortlichen strafrechtlich verfolgt werden - "eine Chance für die Gerechtigkeit", wie Raul sagt.

Rückkehr in die Perspektivlosigkeit

Nah und Fern No. 37

Fotos zum Thema: Deportationen...

Erika Harzer - Nah und Fern No. 37

 

Menschen aus Lateinamerika, die in den USA ohne gültige Aufenthaltspapiere angetroffen werden, droht die Abschiebung in ihr Herkunftsland. Während im Jahr 2000 noch 2.610 Menschen mit extra gecharterten Flugzeugen nach Honduras deportiert wurden, stieg die Zahl 2006 bereits auf 24.643 an. Wie im Fall von Diana Hernandez Mencia werden dabei junge Familien auseinandergerissen und die Abgeschobenen in eine ungewisse Zukunft entlassen.

Mordmotiv: Frau

Ciudad Juarez Frauenmorde

 

Weitere Fotos zum Thema: Ciudad Juarez...Frauenmorde...

Erika Harzer - Berliner Zeitung - 5. September 2007 (auch erschienen in DER STANDARD v. 28.4.07 u. Woz v. 31.5.07)
Eine Kultur der Gewalt beherrscht Guatemala. Viele Täter werden nicht bestraft - dagegen kämpft die Stiftung Überlebende

GUATEMALA-STADT. Am meisten erschreckt die Alltäglichkeit, das Normale. Morde, die passieren, als gehörten sie zum Leben dazu. 3 000 Schicksale von Frauen aus Guatemala könnten erzählt werden, alle enden sie gleich, in mörderischer Gewalt, von Männern verübt an Frauen. Einzig die Wege dorthin unterscheiden sich, in der Länge, in den sadistischen Zügen, in der Vielfältigkeit brutaler Quälerei.

Warum Nicaragua?

image: Die Revolution ist ein Buch...

Erika Harzer in »Die Revolution ist ein Buch und ein freier Mensch«, Verlag PapyRossa Köln, September 2007 (S. 324 ff.)

Der Band präsentiert ca. 500 Farbplakate aus dem befreiten Nicaragua zwischen 1979 und 1990 und der internationalen Solidaritätsbewegung. Sie sind so bunt wie das Spektrum ihrer Gestalter, vielfältig in ihren Stilen, eindeutig in ihren politischen und sozialen Botschaften.

"Der von Otker Bujard und Ulrich Wirper herausgegebene Bildband "DieRevolution ist ein Buch und ein freier Mensch" ist eine Fundgrube der Erinnerungen für all jene, die sich in den 80er-Jahren mit der nicaraguanischen Revolution solidarisierten. "Nicaragua", das war zwischen dem Sieg des Volksaufstandes über die Somoza-Diktatur 1979 bis zur Wahlniederlage der Sandinistischen Befreiungsfront 1990 fast weltweit ein Code - für eine große Hoffnung, für einen neuen Weg, ja für die gerechte Sache schlechthin" ...

aus: TAZ-Rezension v. 15.12.2007...

Allein gegen die Holzmafia

Holzmafia Transport

Weitere Fotos zum Thema: Holzmafia...

Erika Harzer - Berliner Zeitung - 7. Juni 2007
In Honduras bekämpfen Umweltaktivisten die illegale Abholzung der Wälder - einige bezahlen dafür mit dem Leben

OLANCHO. Heraldo Zúniga hatte Angst um sein Leben und um das seiner Familie. Am 19. Dezember 2006 suchten er und seine Frau Miriam das Büro des "Movimiento Ambientalistas de Olancho" auf, kurz Mao, der Umweltbewegung der Region Olancho. Sie erkundigten sich nach Möglichkeiten, Honduras zu verlassen, wollten im Ausland Asyl beantragen. Einen Tag später war Heraldo Zúniga tot. In Guarizama wurden er und sein Freund, Nachbar und Mitstreiter in der Umweltbewegung, Roger Murillo, auf offener Straße von Polizisten erschossen.

Abgeschoben

abgeschobene frauen in honduras

Foto: Diana Hernandez Mencia (l.) und drei Schicksalsgenossinnen - nach der Abschiebehaft in den USA und "gesicherter Rückführung" sind die Frauen soeben in ihrer Heimat Honduras angekommen. Alles, was sie mitnehmen konnten, steckt in den Papier- und Plastiktüten.
Weitere Fotos zum Thema: Deportationen...

Erika Harzer - Berliner Zeitung - 15. Mai 2007
Jahrelang lebte und arbeitete die Honduranerin Diana in den USA, bis sie weggeschickt wurde - weg von Mann und Kindern

TEGUCIGALPA. Sie kann es noch nicht fassen: Vor wenigen Minuten entstieg Diana Hernandez Mencia, 22, einem weißen, abseits von allen anderen geparkten Flugzeug. Diana und ein paar junge Frauen waren die ersten, die den heimatlichen Boden auf dem Flughafengelände der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa betreten mussten. Insgesamt sind es 69 Passagiere, die mit dieser Charter-Maschine aus den USA ungewollt den Heimweg antraten: die "gesicherte Rückführung ins Heimatland".

Straffreier Raum für Frauenmord

Guatemala: Frauenmorde

DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28./29.4.2007 von Erika Harzer


Die Dimension der Femizide in Guatemala: Ähnlichkeiten zu den Serienmorden von Ciudad Juárez?

Um die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez zeugen Kreuze von den vielen Frauenmorden, in Guatemala gibt es noch viel mehr Opfer solcher Verbrechen. Die Bedrohten versuchen aufzuklären – vorsichtig, denn tödliche Gewalt gegen Frauen ist weiterhin für die Täter kaum gefährlich.

Auf dem Rücken der Frauen

061214 ceutaFotos zum Thema: Ceuta...

Erika Harzer - taz - 10. Februar 2007

In Ceuta, einer spanischen Exklave in Marokko, findet tagtäglich ein unglaubliches Spektakel statt: Unzählige EU-Konsumgüter passieren die Grenze, die offiziell nur für Touristen geöffnet ist. Möglich machen dies tausende von Lastenträgerinnen - die selbst aber kaum davon profitieren.

Letzte Worte

Kreuze Ciudad Juarez

Weitere Fotos zum Thema: Ciudad Juarez...Erika Harzer - Frankfurter Rundschau - 22.März 2006

Sergio Dante kämpfte für die Aufklärung der Frauenmorde von Juárez und wurde damit selbst zum Ziel der Killer

Er hatte es befürchtet. Schon länger wusste Sergio Dante Almaraz Mora, dass er auf einer Schwarzen Liste steht und es nur eine Frage der Zeit sein würde. Entsprechend ernsthafte Morddrohungen gab es genug. Schon im Februar 2003 empfahl die Interamerikanische Menschenrechtsorganisation den örtlichen Autoritäten, dem Anwalt Sergio Dante Almaraz Mora Polizeischutz zu gewähren. Er bekam ihn nicht.

Mädchenfußball im Macholand

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Erika Harzer in »FUTBOLISTAS«, Verlag Assoziation A, März 2006 (S. 66ff.)

Der honduranische Versuch
Im Oktober 2000 war es soweit: Die Zeitungen verkündeten hoffnungsvolle Meldungen.

FENAFUTH - der honduranische Fußballverband - hatte den Frauenfußball als neue Herausforderung angenommen. Den FIFA-Standards sollte diese Disziplin, die bis dahin in Honduras eine absolut untergeordnete Rolle innehatte, angeglichen werden. So verkündete es wie gesagt Ende Oktober 2000 der Kassenwart von FENAFUTH, David Matamoros Batson, gegenüber der honduranischen Tageszeitung La Prensa. "Die FIFA hat uns beauftragt, diese beiden Disziplinen des Fußballs (Frauen- und Hallenfußball) zu entwickeln und in diesem Sinne erteilte uns FENAFUTH -Präsident Lizandro Guillén den Auftrag, entsprechende Kostenpläne zu erarbeiten…".

„Man sitzt auf der Bank...“

Erika Harzer in »FUTBOLISTAS«, Verlag Assoziation A, März 2006 (S. 78ff.)

„Man sitzt auf der Bank und muß mit der Kälte kämpfen“

Im Januar 2005 meldete dpa: „Cristiane als erste Brasilianerin in der Bundesliga“. Sie sei „mit 1500 Euro pro Monat und einem Auto über einen Sponsor nach Potsdam gelockt worden“. Bis Sommer 2006 verpflichtete sich die Stürmerin Cristiane Rozeira de Souza Silva, brasilianische Nationalspielerin und Torschützenkönigin der Olympischen Spiele in Griechenland, bei Turbine Potsdam. Dies sei ein „wegweisendes Experiment für die Mädchen Brasiliens“ schrieb dazu die WamS und das Sport-Magazin der Super-Illu brachte es auf den Punkt: „Die 20jährige Stürmerin, die auf Döner und Spaghetti steht, soll bei den Turbinchen künftig die gleiche Rolle spielen wie Marcelinho bei Hertha.“

"La Bestia" kam näher und näher

la bestia

Fotos zum Thema: Migration...

Erika Harzer - Freitag - 28. Oktober 2005 (erschienen auch in der Wochenzeitung WoZ am 28.4.05)

ENDE EINES AMERIKANISCHEN TRAUMS * Alicia aus Honduras unterwegs nach Norden

Es ist ein ganz normaler Tag im September. Wie an so vielen Tagen vorher oder danach, suchen Hunderte von Männern, Frauen und Kindern irgendwo einen billige, sichere Mitfahrgelegenheit auf dem langen Weg durch Mexiko, unterwegs ins Gelobte Land, nach "Amerika".
Eine dieser "indocumentados", wie die Migranten ohne Papiere genannt werden, ist die 27jährige Alicia Luna Flores aus Honduras. Den Grenzübertritt nach Mexiko hat sie in Tapachula schon geschafft, doch bleibt noch ein weiter Weg, der für eine der vielen Geschichten sorgt, die sich täglich auf der ruta mortal - der mörderischen Route - zutragen und jäh zu Ende sein können.

Alina

Sie mußten sich beeilen. Die Nacht pochte auf ihr Recht, sich ausbreiten zu wollen. Es war unweigerlich an der Zeit und sie wussten das. Wussten, dass sie dann unbarmherzig in ein dunkles Nichts abtauchen würden. Für lange Stunden. Von daher war Eile angesagt, was aber dadurch, durch dieses Wissen, nicht unbedingt einfacher war. Dazu kam die Schwüle, die mit feuchter Trägheit auf ihnen lastete...

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Ernesto

„Paß auf dich auf, mein Junge!“ Mutter hört nicht auf, diesen Satz zu sagen. „Paß auf dich auf, mein Junge!“ Immer wieder. So viele „Ja’s“ habe ich gar nicht mehr auf Lager, die ich sagen müßte, damit Mutter aufhört, diesen Satz zu sagen und damit dieser Satz aufhört, in mir die Angst zu schüren, was er nämlich macht, seit Mutter angefangen hat, ihn noch mal und noch mal zu sagen...

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Kindermigranten auf den Weg in den Norden

tapachula verletzte

Fotos zum Thema: Migration...Erika Harzer - Poonal Nr. 671 - 31. Mai 2005
Sie heißen Elmer, Carlos, Enrique, Hugo, Olban, Xiomara, Tatiana, Saida, Maria, wenn sie Glück haben und identifizierbar sind. Ihnen selbst nützt dieses Glück nicht mehr viel, aber wenigstens wissen ihre Eltern, ihre Geschwister und Liebsten, wo und wie ihr junges Leben zu Ende ging. Die Frage nach dem Warum wird kaum gestellt, wer sollte sie auch beantworten. Viele dieser Jungen und Mädchen sind einfach nur noch Körper, namenlos, herkunftslos, leblos. Vermutungen sind es, die bleiben, über ihr mögliches Alter, ihre mögliche Herkunft. Vielleicht spielen sie noch als namenlose Hauptperson eine Rolle in einem Zeitungsartikel über brutale Hinrichtungen und sinnloses Sterben.

Die Region der verlorenen Kinder

Die Region der verlorenen Kinder

Fotos zum Thema: Strassenkinder...Migration...

JUNGE WELT - 29. Januar 2005 von Erika Harzer

Auf der Spur junger Menschen, die aus zentralamerikanischen Landen ins vermeintliche Paradies USA aufbrachen und unterwegs an Straßenrändern und in Bordellen strandeten

Ihre Namen lauten Elmer, Carlos, Enrique, Olban, Xiomara, Saida, Maria. Sie werden dann bekannt, wenn es gelingt, ihre Leichen zu identifizieren. Das nützt den Toten zwar nichts mehr, aber wenigstens wissen ihre Eltern, ihre Geschwister und Liebsten, wo und wie ihr junges Leben zu Ende ging. Die Frage nach dem Warum wird kaum gestellt. Wer sollte sie auch beantworten? Viele dieser Jungen und Mädchen sind einfach nur noch Körper, namenlos, herkunftslos, leblos.

Statt »Zukunft« fanden sie den Tod

Gefaengnis El Porvenir

Erika Harzer - Neues Deutschland - 2. Juni 2003


Bericht über Gefängnismassaker veröffentlicht

Das Gefängnismassaker in Honduras war schrecklich genug, um sich einen kurzen Augenblick neben der Irak-Kriegsberichterstattung zu behaupten. Einen Monat danach legte die Untersuchungskommission nun ihren Bericht vor.
Die Bilder über die Gefängnisrevolte im April 2003 in der Strafanstalt »El Porvenir« (Die Zukunft) im Norden von Honduras waren schrecklich: verkohlte Leichen, die im Innenhof der Haftanstalt aufgereiht waren. Ein kurzer Zwischenbericht über die Niederschlagung eines Aufstands, dann bestimmte wieder der Irak-Krieg die Tagesordnung.

Zum Untersuchungsbericht über das Gefängnismassaker

Erika Harzer - Poonal Nr. 575 - 28. Mai 2003


Die Bilder über die Gefängnisrevolte in der Strafanstalt "El Porvenir" (Die Zukunft) im Norden von Honduras unterbrachen Anfang April 2003 für einen kurzen Moment die Kriegsberichterstattung über die Bombardements im Irak. Es waren schreckliche Bilder von verkohlten Leichen, die im Innenhof der Haftanstalt aufgereiht waren. Ein kurzer Zwischenbericht über die Niederschlagung eines Aufstands, dann bestimmte wieder der Irak Krieg die Tagesordnung.

Die Täter kommen in den "Todesautos"

Strassenkinder

Erika Harzer - Frankfurter Rundschau - 17. Januar 2003


In Honduras werden Kinder und Jugendliche auf der Straße ermordet / Unter starkem Verdacht stehen auch Polizisten

Erstmals taucht das "Todesauto" am 3. September 2001 auf. An diesem Tag werden in San Pedro Sula in Honduras die beiden Mechaniker Jose Nahum Diaz und Erick Aguilar Alvarado, 18 und 21 Jahre, kaltblütig erschossen. Die Täter, heißt es, seien im "carro de la muerte" gekommen, im "Todesauto". Sechs Tage später wird in Tegucigalpa, der Hauptstadt des mittelamerikanischen Landes, die 15-jährige Schülerin Nuria Pamela Flores ermordet, und wieder ist vom "Todesauto" die Rede.

Terror gegen die Maras

Erika Harzer - Poonal - 29. Oktober 2001

Hinrichtungen von Jugendlichen bleiben straffrei


"Vier Tote und drei Verletzte hinterlässt das ´Kommando Exterminator´". Das steht nicht, wie vermutet werden könnte, in einem der vielen Drehbücher eines Action-Movies aus der Traumfabrik Hollywood. Es ist die Überschrift eines Artikels in der honduranischen Tageszeitung La Tribuna vom 2.10.2001. Sie titelt eine dieser in letzter Zeit immer häufiger gedruckten Meldungen oder Reportagen über Exekutionen an Jugendlichen. Die Urheber der Exekutionen scheinen unauffindbar, ihr Bewegungsradius grenzenlos.