071127 argentinienFotos zum Thema: Geraubte Kinder...

Rheinische Post, 30. April 2008 - Berliner Zeitung, 17. Juni 2008 von Erika Harzer

Während der Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983 verschwanden in dem zweitgrößten Land Südamerikas rund 30000 Menschen, die zumeist Oppositionelle waren. Babys der Verschleppten wurden an regimetreue Anhänger gegeben. Nun suchen Familien nach ihren Verwandten.

BUENOS AIRES Maria Victoria „Vicki“ und Roxana Beatrix sind gute Freundinnen. Bei Aktivitäten der argentinischen Menschenrechtsorganisation Ceprodh – Centro de profesionales por los derechos humanos – haben sich die beiden 29jährigen Frauen vor einiger Zeit kennen gelernt und seit einem halben Jahr wohnen sie zusammen in einer Wohngemeinschaft im Südwesten von Buenos Aires, gemeinsam mit Vickis 4jähriger Tochter
Valentina und einem Freund.
Eigentlich nichts ungewöhnliches in dieser südamerikanischen Hauptstadt. Junge Menschen teilen sich Wohnraum, um die Miete bezahlen zu können. Und doch, diese Freundschaft ist außergewöhnlich. Zwischen ihren persönlichen Geschichten liegen Abgründe, die in engem Zusammenhang mit der bis heute kaum aufgearbeiteten Vergangenheit Argentiniens stehen.

[ kompletter Text als PDF...pdf icon]

Zum Seitenanfang