Kundgebung der Widerstandsbewegung vor dem Parlamentsgebaeude Tegucigalpa (5.11.2009)Berliner Zeitung v. 2. Juli 2009 von Erika Harzer

Der Putsch in Honduras führt die wahre Krise des Landes vor Augen: Armut und rohe Gewalt zersetzen die Gesellschaft

TEGUCIGALPA. So hatten sich das die Putschisten in Honduras wohl nicht vorgestellt, als sie am Montag den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya im Pyjama aus seiner Wohnung verschleppten und außer Landes verfrachteten: Alle Welt wendet sich gegen sie.

Die USA, die EU, die Uno, die Nachbarn - alle verurteilten den Putsch. Gestern setzte die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) den neuen Machthabern eine Frist von 72 Stunden, um den gestürzten Präsidenten Zelaya wieder einzusetzen. Der OAS-Vorsitzenden José Miguel Insulza wurde beauftragt, sich mit Vertretern anderer Staaten um die Wiederherstellung der Demokratie in Honduras zu bemühen. Sollte Honduras der Aufforderung nicht folgen, werde es aus der Organisation ausgeschlossen.

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