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Am frühen Morgen des 28. Juni dieses Jahres wurde der honduranische Präsident Manuel Zelaya von bewaffneten Gruppen ins Ausland verschleppt und kurz danach Roberto Micheletti, bisheriger Parlamentspräsident von der Allianz der Putschisten als defacto Präsident eingesetzt.
Ein Ereignis, das mich sehr bewegt, da ich durch fünf Jahre, die ich mit Familie in Honduras lebte, mich eng verbunden mit den sozialen Bewegungen vor Ort fühle. Von Berlin aus verfolge ich Tag für Tag, was in Honduras und auf internationaler Ebene gegen die Allianz der Putschisten geschieht, bin in ständigem Kontakt mit Freundinnen und Freunden, mit Menschen aus Menschenrechtsorganisationen und Basiskomitees, mit Journalisten und Künstlerinnen und versuche, die Ereignisse auf der Grundlage dieses Austausches zusammen zu fassen. Deshalb habe ich hier eine Spezialseite zu Honduras eingerichtet in der Hoffnung, dass dies bald nicht mehr nötig sein wird, dann, wenn die Allianz der Putschisten definitiv keine Rolle mehr spielt.
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Dienstag, 02 April 2019 10:41

Zwei Brüder – zwei Anwälte – Ein Preis

geschrieben von

Victor Fernandez in Pajuiles

Sie heißen Martín und Víctor, zwei Männer Mitte 40. Sie sind Brüder und Anwälte und kommen aus Honduras. Das besondere an diesen beiden Männern von kleiner Statur, mit runden Gesichtern, dunklen Augen, ist, dass sie sich als Menschenrechtsanwälte in ihrem Heimatland auf extrem gefährlichem Terrain bewegen, immer wieder Morddrohungen erhalten, bereits durch körperliche Angriffe verletzt wurden und mehrfach aus Sicherheitsgründen schon temporär ihr Land verlassen mussten.

Mittwoch, 21 Juni 2017 11:02

Honduras vor den Wahlen

geschrieben von
image tirza lanza flores


Mit: Tirza Lanza Flores, honduranische Vereinigung demokratischer Richter
Moderation: Erika Harzer, Hörfunkautorin

Honduras steht vor einem Wahlmarathon: Im März fanden Vorwahlen statt, im November werden am gleichen Tag Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen abgehalten. Der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández von der Nationalen Partei kandidiert erneut. Die Verfassung verbietet zwar die Wiederwahl, doch der Oberste Gerichtshof machte die neuerliche Kandidatur möglich.

Dienstag, 31 Januar 2017 23:00

Verschwinden heißt weg sein – heißt unauffindbar sein

geschrieben von

Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien

Kurz vor Weihnachten 2016 nannte die Internationale Organisation für Migration (IOM) solche Zahlen. Knapp 7.300 Menschen, so die IOM, seien seit Jahresbeginn auf der Flucht verschwunden oder ums Leben gekommen. Über 4.900 davon alleine im Mittelmeer. Es sind die dokumentierten Zahlen. Die vielen kleinen Boote, denen irgendwann, irgendwo der Motor ausfiel, die Luft ausging, und die auf ihnen befindlichen Menschen ins Meer auskippte, sind darin nicht erwähnt. Wir können darüber nur vermuten, spekulieren, schätzen. Daraus ergeben sich ungenaue, angenommene Zahlen. Zahlen von Menschen, die verschwunden sind. Menschen, die für ihre Angehörige unauffindbar werden. Die einfach weg sind, abhandengekommen. Irgendwo, irgendwann.

Freitag, 12 Mai 2017 10:08

Wo der Tod zur Landschaft gehört

geschrieben von

Bertita telefoniert vor Plakat Berta

SWR2 Feature am Mittwoch, 14. Juni 2017 um 22.03 Uhr

Der Auftragsmord an Berta Cáceres in Honduras

Berta Cáceres war die Stimme des Widerstands gegen Menschenrechtsverletzungen und Großkonzerne in Honduras. Im März 2016 erschossen Auftragskiller sie nachts in ihrem Haus. Laut Global Witness wurden in Honduras in den letzten sechs Jahren 123 Menschen ermordet, die sich gegen Wasserkraftwerke, Bergbauprojekte, Monokulturen und Tourismusgroßprojekte wehrten.

[Zur Sendung... ]

Freitag, 16 September 2016 10:12

Tagung 17.10. - 18.10.16

geschrieben von

foto: Teilnehmer*innen der Karawane an den Gleisen der "Bestia" (Nov. 2014)


Für das Recht auf legale Wege

Solidarität und Unterstützung für Geflüchtete in Mexiko und Europa

Die Tagung möchte einen Beitrag zum transnationalen Austausch von Flüchtlingsaktivist/innen leisten, die sich für die globalen Rechte von Geflüchteten und Migrant/innen einsetzen.

Den Auftakt der Veranstaltung bildet am 17. Oktober der Film Viacrucis Migrante - Kreuzweg der Migrant_innen über die Migrant/innenherberge "La 72" mit anschließendem Gespräch mit Fray Tomás González und dem Regisseur Hauke Lorenz..

[zur Tagungseite...]

Montag, 30 Mai 2016 11:50

Ermordet für ihre politische Haltung

geschrieben von

Berta in Guise mit Lencafrauen 2013

Die Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres aus Honduras

Berta Cáceres war eine mutige Frau. Seit Jahren erhielt sie Morddrohungen, weil sie für die Rechte des indigenen Volkes, Lenca und für den Umweltschutz kämpfte. Über diesen politischen Kampf berichtete die Autorin Erika Harzer vor drei Jahren für SWR2 Tandem...

SWR2 Tandem - 6.06.2016 | 19.20 Uhr
Wdh. am 7.06.2016 | 10.05 Uhr

Donnerstag, 20 Dezember 2007 00:00

Letzte Chance für Gerechtigkeit

geschrieben von

Uruguay: Letzte Chance für Gerechtigkeit

Weitere Fotos zum Thema: Uruguay...

Berliner Zeitung - 20. Dezember 2007

In Uruguay wurde während der Militärdiktatur gefoltert und getötet. Für die Täter gilt eine Amnestie. Sie soll endlich fallen. MONTEVIDEO. Gut 35 Jahre liegen zwischen der Festnahme von Roberto Luzardo und der hoffnungsvollen Reise seines Bruders Raul. Im August 1972 wurde der 30-jährige Roberto bei seiner Festnahme in Uruguay durch Schüsse schwer verletzt, er starb Monate später im Militärkrankenhaus von Montevideo. Nun macht sich der inzwischen 60-jährige Raul von seiner Exilheimat Berlin aus auf den Weg nach Montevideo mit einer großen Portion Hoffnung im Gepäck. Endlich sieht er die Chance gekommen, dass die für den Tod seines Bruders Verantwortlichen strafrechtlich verfolgt werden - "eine Chance für die Gerechtigkeit", wie Raul sagt.

Donnerstag, 03 März 2016 16:53

Berta Caceres

geschrieben von

Berta in Guise mit Lencafrauen 2013

Die Mörder kamen nach Mitternacht

In der Nacht zu Donnerstag, d. 3. März 2016 um ein Uhr, sind unbekannte Auftragskiller in Berta Caceres Haus in La Esperanza eingedrungen und haben sie umgebracht.

Ich bin zutiefst erschüttert und traurig. Berta gehörte zu den mir wichtigsten Personen in Honduras, mit der ich mich gerne traf, die ich gerne unterstützte und mit der es immer - trotz all der alltäglichen Gewalt - so viel zu lachen gab.

Samstag, 29 Januar 2005 00:00

Die Region der verlorenen Kinder

geschrieben von

Die Region der verlorenen Kinder

Fotos zum Thema: Strassenkinder...Migration...

Erika Harzer - JUNGE WELT - 29. Januar 2005

Auf der Spur junger Menschen, die aus zentralamerikanischen Landen ins vermeintliche Paradies USA aufbrachen und unterwegs an Straßenrändern und in Bordellen strandeten.
Ihre Namen lauten Elmer, Carlos, Enrique, Olban, Xiomara, Saida, Maria. Sie werden dann bekannt, wenn es gelingt, ihre Leichen zu identifizieren. Das nützt den Toten zwar nichts mehr, aber wenigstens wissen ihre Eltern, ihre Geschwister und Liebsten, wo und wie ihr junges Leben zu Ende ging. Die Frage nach dem Warum wird kaum gestellt. Wer sollte sie auch beantworten? Viele dieser Jungen und Mädchen sind einfach nur noch Körper, namenlos, herkunftslos, leblos.