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Karla Lara auf der BühneSWR2 Dschungel-Expedition - 17. Februar 2010, 19.20 Uhr
von Erika Harzer

 

Die Geschichte der Karla Lara aus Honduras

Als 17-Jährige trat Karla Lara erstmals mit einer Gruppe auf. Das war 1985 in Zeiten schwerster Repression in dem kleinen mittelamerikanischen Land Honduras.

Ausnahmezustand in TegucigalpaDeutschlandradio - Weltzeit am 23.11.2009
von Erika Harzer
Menschenrechtsverletzungen in Honduras

MANUSKRIPT
Seit viereinhalb Monaten herrscht in Honduras Gewalt. Sie richtet sich gegen diejenigen, die sich gegen den Staatsstreich von Honduras' Putschpräsident Mitcheletti wehren. Internationale Delegationen beobachten vor Ort massive Menschenrechtsverletzungen.


Kundgebung der Widerstandsbewegung vor dem Parlamentsgebaeude Tegucigalpa (5.11.2009)

Berliner Zeitung v. 2. Juli 2009 von Erika Harzer

Der Putsch in Honduras führt die wahre Krise des Landes vor Augen:

Armut und rohe Gewalt zersetzen die Gesellschaft

TEGUCIGALPA. So hatten sich das die Putschisten in Honduras wohl nicht vorgestellt, als sie am Montag den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya im Pyjama aus seiner Wohnung verschleppten und außer Landes verfrachteten: Alle Welt wendet sich gegen sie.

Warten auf Zelaya


Vier Wochen nach Zelayas gewaltsamer Verschleppung durch bewaffnete Militärs im Morgengrauen nach Costa Rica, unternahm der honduranische Präsident am 24. Juli seinen zweiten Versuch, nach Honduras zurück zu kehren. In einem Autokonvoi, in Gefolgschaft mehrerer Verbündeter und einem Tross Journalisten, begab er sich zum nicaraguanisch-honduranischen Grenzübergang in der Nähe von Las Manos. Tatsächlich überschritt er auch die Grenze, nahm dort ein Bad in der ihn erwartenden Menge, die es bis zur Grenze geschafft hatte, verkündete in dieser Runde seinen Anhängerschafft, dass niemand ein sich erhebendes Volk aushalte.

Das bitterarme mittelamerikanische Land Honduras gehört nicht zu den Staaten, die normalerweise die Schlagzeilen der internationalen Medien füllen. Das änderte sich am 28. Juli dieses Jahres schlagartig, als frühmorgens schwer bewaffnete Maskierte in die Wohnung des gewählten Präsidenten Mel Zelaya eindrangen, um ihn kurzerhand im Pyjama außer Landes zu verschleppen. Militärs besetzten den Präsidentenpalast, patroullierten in den Strassen der Hauptstadt Tegucigalpa, kontrollierten Radio u Fernsehstationen und verkündeten die Absetzung des gewählten Präsidenten. Die ehemalige Bananenrepublik machte wieder Schlagzeilen, extrem negative Schlagzeilen. Später war zu erfahren, dass die Militärs mit Zelayas Verschleppung im Namen des Obersten Gerichtshofes gehandelt hätten, wobei hier sich natürlich sofort die Frage stellt, auf welcher Gesetzesgrundlage?
Militär auf den Strassen in Honduras

oder der Beginn eines Bürgerkrieges?

Die Ereignisse überschlagen sich in Honduras 26 Tage nach dem Putsch gegen Manuel Zelaya. „Hier gibt keiner auf“ und „weg mit den Putschisten“, skandieren die sich erneut versammelnden Menschen auf den Strassen des Landes. Ihre Wut ist gewachsen, ihre Bewegung auch, nachdem die Vermittlungsgespräche in Costa Rica an der starren Haltung der Putschisten gescheitert sind. Der Vorschlag des als Vermittler agierenden costaricanischen Präsidenten Oscar Arias, eine Regierung der nationalen Versöhnung unter Leitung des gewählten Präsidenten Manuel Zelayas bis zu möglichen vorgezogenen Wahlen im Oktober dieses Jahres zu bilden, betrachtet die die Delegation der defacto Regierung für sich als inakzeptabel. Ein Standpunkt, von dem sie auch nach zusätzlichen 72 Stunden Bedenkzeit nicht abzuweichen bereit ist.

Wandparole in Tegucigalpa

und eine Lösung doch nicht in Sicht

„Sie haben Angst vor uns, weil wir keine Angst vor Ihnen haben“. Mit diesen Zeilen unterstützt die mexikanische Sängerin Liliana Felipe die seit dreieinhalb Wochen Tag für Tag ihren Widerstand auf die Straßen tragenden Menschen in Honduras. Mehrere Filme mit bewegten und bewegenden Bildern sind mit ihrer Musik gemischt worden und in youtube und den widerständischen internetportalen einsehbar. Sie zeigen Szenen, die den honduranischen Alltag widerspiegeln seit jenem Tag, dem 28. Juni 2009, an dem eine unheilvolle Allianz aus Militärs, Unternehmern und konservativen Politikern dieses mittelamerikanische Land ins Putschzeitalter zurückbeamten.

Radiofeature im BR2

Wiederholung: Samstag | 21.08.2010 | 13:05-14:00
Erstsendung: Samstag, d. 28. Juni 2008 - 13:05 Uhr bis 14.00 Uhr

Auf der Suche nach dem verlorenen Ich

Die verschleppten Kinder der Plaza de Mayo

Verschleppte Kinder fordern ihr Recht

Argentinien ist dabei, seine Vergangenheit zu bewältigen. Zur Zeit stehen die ersten Täter vor Gericht, Militärs die während der Militärdiktatur vor mehr als 25 Jahren Hunderte von Kindern verschleppt haben.

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