Edith Silber beim Interview am 27.1.2011 in Buenos Aires.jpgWDR5 Erlebte Geschichten - 7. Januar 2012, 4.05 Uhrvon Erika Harzer

Edith Silber und ihre Flucht 1938

Edith Silber, 1914 geboren, stammt vom Niederrhein; als junge Frau gehörte sie Ende der 1930er Jahre zur zweiten Gruppe jüdischer junger Menschen, die Nazi-Deutschland verlassen konnten und in Argentinien eine neue Heimat fanden.

Der damals 24jährige Rabbiner Günter Friedländer und der 26jährige jüdische Journalist Kurt Riegner suchten mit der bereits im Untergrund arbeitenden jüdischen Jugendorganisation „Der Ring“ nach Wegen, möglichst viele jüdische Jugendliche in Gruppenreisen ins Ausland zu bringen. Ein schwieriges Unterfangen, bei dem sie zunächst für die Zustimmung der Eltern werben und dann Zielländer suchen mussten, die diese Gruppen Minderjähriger bei sich aufzunehmen bereit waren. Ganz zu schweigen von der Ausreise aus Nazideutschland und der Suche nach Transportmöglichkeiten, die sicher und bezahlbar waren. Edith Silber ist im letzten Jahr im gesegneten Alter von 97 Jahren in Buenos Aires gestorben.


Autorin: Erika Harzer
Redaktion: Mark vom Hofe

 

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