Wiederholung: dRadio am 6. April 2012 um 17.30 Uhr

Erstsendung: am 19.1.2009 um 10.05 Uhr SWR2 Leben

Warum es nach dem Krieg im kleinen Rutesheim für Schalke 04 am schönsten war
Von Erika Harzer

Rutesheim. Ein schwäbisches Bauerndorf im Sommer 1946. Der Krieg ist zu Ende. Viel haben die Menschen nicht. Essen gibt es nur auf Marken, und der Wohnraum ist knapp. Zerstörte Häuser und Flüchtlinge aus dem Osten. Aber da gibt es auch Aufbruchstimmung. Man will vergessen und neu anfangen.

Albert Harzer ist Kreis-Jugendleiter, und er hat die verrückte Idee, den deutschen Meister Schalke 04 nach Rutesheim zu holen, zu einem Freundschaftsspiel mit der Dorfjugend. Alle sind begeistert. Essensmarken werden gesammelt, Wurstdosen, jeder gibt, was er geben kann, denn schließlich gilt es, eine ganze Fußballmannschaft samt Trainern zu verköstigen, und untergebracht werden muss sie auch. Das Fußballspiel findet dann auch tatsächlich statt und ist allen Beteiligten bis heute in ganz besonderer Erinnerung geblieben.

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