Aktuelles

  • Wo der Tod zur Landschaft gehört

    Erika Harzer La Esperanza Copinh Bertita telefoniert vor Plakat Berta

    SWR2 Feature am Mittwoch, 14. Juni 2017 um 22.03 Uhr

    Der Auftragsmord an Berta Cáceres in Honduras

    Berta Cáceres war die Stimme des Widerstands gegen Menschenrechtsverletzungen und Großkonzerne in Honduras. Im März 2016 erschossen Auftragskiller sie nachts in ihrem Haus. Laut Global Witness wurden in Honduras in den letzten sechs Jahren 123 Menschen ermordet, die sich gegen Wasserkraftwerke, Bergbauprojekte, Monokulturen und Tourismusgroßprojekte wehrten.

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  • Das Gehirn ist auch nur ein Muskel

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    SWR2 Tandem | 1.3.2017 um 10.05 Uhr

    Besuch in einer selbstverwalteten Schule für junge Erwachsene

    Schule war für sie kein Thema mehr. Davon hatten sie genug, hatten "die Schnauze voll". Doch dann fanden sie den Weg zur "Schule für Erwachsenenbildung", einer selbstverwalteten Schule in Berlin, in der es keine Noten gibt und die Schüler den Unterricht mit gestalten. Delia und Mixe aus Niedersachsen und Bayern, zwei junge Erwachsene, die jetzt freiwillig nochmal die Schulbank drücken. Hier befreien sie sich von der Rolle, Schulversager gewesen zu sein und bereiten sich mit Lust am Lernen auf ihr spätes Abitur vor. 2016 bekam diese Schule den zweiten Preis des Deutschen Schulpreises.

     
  • Verschwinden heißt weg sein – heißt unauffindbar sein

    Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien

    Kurz vor Weihnachten 2016 nannte die Internationale Organisation für Migration (IOM) solche Zahlen. Knapp 7.300 Menschen, so die IOM, seien seit Jahresbeginn auf der Flucht verschwunden oder ums Leben gekommen. Über 4.900 davon alleine im Mittelmeer. Es sind die dokumentierten Zahlen. Die vielen kleinen Boote, denen irgendwann, irgendwo der Motor ausfiel, die Luft ausging, und die auf ihnen befindlichen Menschen ins Meer auskippte, sind darin nicht erwähnt. Wir können darüber nur vermuten, spekulieren, schätzen. Daraus ergeben sich ungenaue, angenommene Zahlen. Zahlen von Menschen, die verschwunden sind. Menschen, die für ihre Angehörige unauffindbar werden. Die einfach weg sind, abhandengekommen. Irgendwo, irgendwann.
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Das Terrassenwunder von Peru

ARTE - 360° - GEO Reportage
Ein Film von Erika Harzer u. Kalle Staymann
Kamera: Thomas Keller
Sendetermine:
12. Juni 2017 um 10.15 Uhr
17. Juni 2017 um 8:55 Uhr
29. Juni 2017 um 7:45

Im Hochland von Peru, 140 Kilometer von Lima entfernt, sprudelt der Río Cañete mit unerschöpflich anmutendem Wasserreichtum durchs Tal. An seiner Mündung öffnet sich eine riesige, kaum bekannte Terrassenlandschaft: Jahrtausendealt, offensichtlich als Kornkammer uralter Vor-Inka-Völker über Hunderte Höhenmeter in den Berg eingearbeitet.

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Honduras

  • Honduras vor den Wahlen

    image tirza lanza flores


    Mit: Tirza Lanza Flores, honduranische Vereinigung demokratischer Richter
    Moderation: Erika Harzer, Hörfunkautorin

    Honduras steht vor einem Wahlmarathon: Im März fanden Vorwahlen statt, im November werden am gleichen Tag Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen abgehalten. Der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández von der Nationalen Partei kandidiert erneut. Die Verfassung verbietet zwar die Wiederwahl, doch der Oberste Gerichtshof machte die neuerliche Kandidatur möglich.

     
  • Wo der Tod zur Landschaft gehört

    Erika Harzer La Esperanza Copinh Bertita telefoniert vor Plakat Berta

    SWR2 Feature am Mittwoch, 14. Juni 2017 um 22.03 Uhr

    Der Auftragsmord an Berta Cáceres in Honduras

    Berta Cáceres war die Stimme des Widerstands gegen Menschenrechtsverletzungen und Großkonzerne in Honduras. Im März 2016 erschossen Auftragskiller sie nachts in ihrem Haus. Laut Global Witness wurden in Honduras in den letzten sechs Jahren 123 Menschen ermordet, die sich gegen Wasserkraftwerke, Bergbauprojekte, Monokulturen und Tourismusgroßprojekte wehrten.

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  • Ermordet für ihre politische Haltung

    Berta in Guise mit Lencafrauen 2013

    Die Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres aus Honduras

    Berta Cáceres war eine mutige Frau. Seit Jahren erhielt sie Morddrohungen, weil sie für die Rechte des indigenen Volkes, Lenca und für den Umweltschutz kämpfte. Über diesen politischen Kampf berichtete die Autorin Erika Harzer vor drei Jahren für SWR2 Tandem...

    SWR2 Tandem - 6.06.2016 | 19.20 Uhr
    Wdh. am 7.06.2016 | 10.05 Uhr

Migration

  • Verschwinden heißt weg sein – heißt unauffindbar sein

    Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien

    Kurz vor Weihnachten 2016 nannte die Internationale Organisation für Migration (IOM) solche Zahlen. Knapp 7.300 Menschen, so die IOM, seien seit Jahresbeginn auf der Flucht verschwunden oder ums Leben gekommen. Über 4.900 davon alleine im Mittelmeer. Es sind die dokumentierten Zahlen. Die vielen kleinen Boote, denen irgendwann, irgendwo der Motor ausfiel, die Luft ausging, und die auf ihnen befindlichen Menschen ins Meer auskippte, sind darin nicht erwähnt. Wir können darüber nur vermuten, spekulieren, schätzen. Daraus ergeben sich ungenaue, angenommene Zahlen. Zahlen von Menschen, die verschwunden sind. Menschen, die für ihre Angehörige unauffindbar werden. Die einfach weg sind, abhandengekommen. Irgendwo, irgendwann.
     
  • Tagung 17.10. - 18.10.16

    foto: Teilnehmer*innen der Karawane an den Gleisen der "Bestia" (Nov. 2014)


    Für das Recht auf legale Wege

    Solidarität und Unterstützung für Geflüchtete in Mexiko und Europa

    Die Tagung möchte einen Beitrag zum transnationalen Austausch von Flüchtlingsaktivist/innen leisten, die sich für die globalen Rechte von Geflüchteten und Migrant/innen einsetzen.

    Den Auftakt der Veranstaltung bildet am 17. Oktober der Film Viacrucis Migrante - Kreuzweg der Migrant_innen über die Migrant/innenherberge "La 72" mit anschließendem Gespräch mit Fray Tomás González und dem Regisseur Hauke Lorenz..

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  • Die Region der verlorenen Kinder

    Die Region der verlorenen Kinder

    Fotos zum Thema: Strassenkinder...Migration...

    Erika Harzer - JUNGE WELT - 29. Januar 2005

    Auf der Spur junger Menschen, die aus zentralamerikanischen Landen ins vermeintliche Paradies USA aufbrachen und unterwegs an Straßenrändern und in Bordellen strandeten.
    Ihre Namen lauten Elmer, Carlos, Enrique, Olban, Xiomara, Saida, Maria. Sie werden dann bekannt, wenn es gelingt, ihre Leichen zu identifizieren. Das nützt den Toten zwar nichts mehr, aber wenigstens wissen ihre Eltern, ihre Geschwister und Liebsten, wo und wie ihr junges Leben zu Ende ging. Die Frage nach dem Warum wird kaum gestellt. Wer sollte sie auch beantworten? Viele dieser Jungen und Mädchen sind einfach nur noch Körper, namenlos, herkunftslos, leblos.

Für die Bewegung des nationalen Widerstands gegen den Putsch ein weiteres Zeichen dafür, dass diese unheilvolle Allianz aus Militärs, Unternehmern und konservativen Politikern, die am 28. Juni Präsident Zelaya mithilfe eines militärischen Überfallkommandos außer Land verschleppen ließen, und seither im Namen der Demokratie ihr Land zu regieren versuchen, die Demokratie mit Füßen tritt. Um Honduras von diesem Trauma der diktatorischen Machtübernahme zu befreien und zurück zur Rechtsstaatlichkeit zu führen, wird der Rahmen immer enger und die Möglichkeiten, dies ohne weiteres Blutvergießen zu schaffen, immer eingeschränkter. Die international nicht anerkannte defacto Regierung unter Roberto Micheletti rüstet auf. Verstärkte Militärpräsenz im ganzen Land und vor allem an den Grenzübergangsstellen zu Nicaragua sowie nächtliche Ausgangssperren im Grenzgebiet zu Nicaragua, und die Ablehnung jeglicher Verantwortung für die Sicherheit von Personen, die in gewalttätigen Auseinandersetzungen sich bewegen würden. Dazu die Drohung, Zelaya sofort bei Grenzübertritt verhaften zu wollen. Ob es ein letztes Aufbäumen ist einer eigentlich schon schwächelnden, international isolierten und innenpolitisch trotz martialischem Auftreten nicht zur Ruhe kommenden Putschgarde oder noch einer realen Stärke entspricht, hängt stark von den Ereignissen bis Samstag ab. Dann will Manuel Zelaya, begleitet von Verbündeten und einer Journalistenkolonne in seinem zweiten Rückkehr Versuche nach Honduras die Grenze tatsächlich überschreiten.

Im Vorfeld versucht die nationale widerständische Allianz aus Gewerkschaften, Bauernvereinigungen, dem Bloque Popular, ein linkes Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen, Umweltorganisationen und Frauengruppen, indigenen Bündnissen, Studentengruppierungen und kleinen linken Splittergruppen, mit vereinten Kräften und vielfältigen Aktionen den Druck auf die Putschisten zu erhöhen. Landesweit riefen die Gewerkschaften für Donnerstag und Freitag zu einem 48stündigen Generalstreik auf. Mit Strassenblockaden in der Hauptstadt Tegucigalpa und der Wirtschaftsmetropole San Pedro Sula und an verschiedenen Verkehrsknotenpunkten des Landes und mit Besetzungen öffentlicher Gebäude und den Büros von Dienstleistungsgesellschaften, sollen die unternehmerischen Aktivitäten zum erliegen gebracht werden. Parallel dazu bewegen sich viele der Widerständischen in Richtung nicaraguanischer Grenze, um vor Ort zu sein, wenn Zelaya am Samstag die Grenze überschreiten sollte.

Von Managua aus verkündete Zelaya am Donnerstag, dass er nach dem Ablauf der Verlängerungsfrist der Vermittlungskommission von Oscar Arias und der inakzeptablen Haltung der Delegation um Roberto Micheletti, nicht länger seine Rückkehr nach Honduras verschieben will, trotz aller Drohungen der Putschisten gegen ihn. Er fürchte sich nicht um sein Leben, aber sollte ihm etwas zustoßen, liege die Verantwortung dafür bei den Putschisten. Unbewaffnet und mit der Fahne des Friedens wolle er in Honduras dafür sorgen, dass dieses Land wieder zur Normalität unter ihm als dem gewählten und legitimen Präsidenten zurückfinden könne.

Die Menschenrechtsorganisation FIAN warnte in einer ersten Stellungnahme nach dem Scheitern der Vermittlungsversuche vor einem Bürgerkrieg in Honduras. Martin Wolpold-Bosien, Mittelamerikareferent von FIAN, hält sich seit dem 19. Juli als Teilnehmer einer internationalen Menschenrechtsdelegation in Honduras auf, um vor Ort die „zahlreichen Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen im Gefolge des Staatsstreichs zu überprüfen und Schutzmaßnahmen vorzuschlagen.“ Angesichts der Zuspitzung fordert er dringlich die Einschaltung des UN-Sicherheitsrat, „um eine Eskalation der Gewalt zu verhindern.“

Innerhalb der knapp vier Wochen, seit diese unheilvolle Allianz aus Militärs, Unternehmern und konservativen Politikern dieses mittelamerikanische Land ins Putschzeitalter zurückbeamten, wurden mehr als 1000 Personen verhaftet, 59 verletzt und 3 Menschen getötet, zitiert die Menschenrechtsorganisation FIAN aus dem ihnen von honduranischen Organisationen zusammengestellten Daten. Vor allem im Landesinneren häufen sich willkürliche Übergriffe der Sicherheitskräfte gegenüber den Demonstranten. Und trotz martialischer Aufmärsche von bewaffneten Soldaten und Polizisten, durch patrouillierende Panzer, nächtliche Ausgangssperren und Gleichschaltung der Medien als Stabilitätsträger der Putschisten, gelang es diesen bisher nicht, eine Normalität zu garantieren, die sie gerne der internationalen Öffentlichkeit präsentieren würden, dann, wenn sie davon reden, dass es sich bei ihrer Machtübernahme in Honduras nicht um einen Putsch handele. Und sie können es auch nicht verhindern, dass Informationen über verschleppte Journalisten, Politiker und Anführer von sozialen Bewegungen an die internationale Öffentlichkeit gelangen, ebenso wie die Bilder des Todesschusses am Flughafen Toncontin, als ein 19jähriger Demonstrant gezielt von Militärs erschossen wurde.

So massiv sich auch der nationale Widerstand organisiert und auf den Strassen agiert, eine Lösung ohne Zuspitzung der Gewalt kann es nur geben, wenn die Allianz der Putschisten zu schwächeln beginnt. Innerhalb der Militärs gibt es bisher keine Anzeichen von Abgrenzungen gegenüber der Putschunterstützenden Rolle. Eine weitere Zuspitzung der internationalen Isolierung, könnte, so die Hoffnung der streikenden Gewerkschafter, die am Putsch involvierten Unternehmern zum Umdenken bringen. Von daher fordern sie von sämtlichen Regierungen, von der Weltbank, der interamerikanischen und zentralamerikanischen Bank und der AID, dass sie sofort alle offiziellen Hilfeleistungen an die defacto Regierung einstellen mit Ausnahme der Fonds, die direkt an zivilgesellschaftliche Organisationen gerichtet sind und das sämtliche mit der Regierung vereinbarte Kredite auf Eis gelegt werden.

Auch von Präsident Obama werden klarere Positionen erwartet. Das machten Vertreterinnen der Frauengruppen im Widerstand bei einer Aktion am 22. Juli vor der nordamerikanischen Botschaft deutlich. In einem offenen Brief fordern sie Präsident Obama zu einer klaren Ablehnung der Putschregierung auf, verbunden mit Maßnahmen seitens der nordamerikanischen Regierung, die den Weg hin zur Wiederherstellung der Verfassungsmäßigen Ordnung und der Wiederaufnahme der Amtsgeschäfte durch den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya öffnen. Und sie wollen Klarheit darüber, welche Rolle verschiedene Personen und Instanzen der Regierung Obama beim Putsch gespielt haben und immer noch spielen. “Es kursieren Informationen, die offen legen, dass sowohl Diplomaten ihres Landes, wie auch Mitglieder von Unternehmerkreisen und der Republikanischen Partei, ebenso wie des Geheimdienstes Ihrer Regierung, nicht nur über vorab Informationen bezüglich des Militärputsches verfügten, sondern als intellektuelle Mitautoren dieses Putsches agierten,“ erläutern die Frauen dazu in ihrem Brief und stellen fest: „sollte dies stimmen, dann gelten die USA und Ihre Regierung als Verbündete des gewalttätigen Bruchs der verfassungsmäßigen Ordnung in Honduras und des bereits begonnenen Blutvergießens.“ Sie kritisieren die bisher nur zögerlich vorgenommene Ablehnung des Putsches, die durch diese Indifferenz die Putschisten stärkt und zu gewalttätigen Auseinandersetzung führen könne.

Moralische Legitimation erhalten Roberto Micheletti und sein international nicht anerkanntes Kabinett von Anfang an durch die FDP nahe Friedrich Naumann Stiftung/FNS. In mehreren Berichten „aus aktuellem Anlass“ sucht deren Repräsentant Christian Lüth die rechtswidrigen Handlungen der Micheletti-Gruppe zu legitimieren, verbunden mit Andeutungen zu möglichen militärischen Einmischungen aus Mitgliedsländern des ALBA-Bündnisses, dem Honduras unter Leitung von Zelaya im August 2008 beigetreten ist. Schon ein Tag nach dem Putsch, am 29. Juni, titelte die Einschätzung im FNS Bericht von Christian Lüth mit der Überschrift „Die Legende vom Militärputsch in Honduras dient vor allem ‚Mel’ Zelaya“, dem dann die Einleitung „’Mel’ Zelaya ist angeblich Opfer eines gewaltsamen Putsches des Militärs geworden,“ folgte. Darüber hinaus konstatierte Lüth am gleichen Tag, „es herrscht derzeit die Befürchtung, dass er (Mel Zelaya) versuchen wird, mit Hilfe von nicaraguanischen Truppen und im südlichen Nachbarland stationierten venezolanischen Truppen die Macht in Honduras wiederzuerlangen.“ Am 2. Juli schrieb Lüth in seiner zweiten Lageeinschätzung: „Als ungeschickt ist nach wie vor die Nacht- und Nebelaktion der Staatsanwalt mit Hilfe des Militärs vom vergangenen Sonntagmorgen zu bewerten.“ Und am 14. Juli beschreibt Lüth, „derweil ist Honduras zur absoluten Normalität zurückgekehrt.“ Man kann nur hoffen, dass diese „Normalität“ der Putschisten mit ihren Panzern, Scharfschützen, massiver Militär- und Polizeipräsenz und eingeschränkten Bürgerrechten das kleine bitterarme Land nicht in einen Bürgerkrieg führt.

radio features

  • Wo der Tod zur Landschaft gehört

    Erika Harzer La Esperanza Copinh Bertita telefoniert vor Plakat Berta

    SWR2 Feature am Mittwoch, 14. Juni 2017 um 22.03 Uhr

    Der Auftragsmord an Berta Cáceres in Honduras

    Berta Cáceres war die Stimme des Widerstands gegen Menschenrechtsverletzungen und Großkonzerne in Honduras. Im März 2016 erschossen Auftragskiller sie nachts in ihrem Haus. Laut Global Witness wurden in Honduras in den letzten sechs Jahren 123 Menschen ermordet, die sich gegen Wasserkraftwerke, Bergbauprojekte, Monokulturen und Tourismusgroßprojekte wehrten.

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  • Das Gehirn ist auch nur ein Muskel

    image SFE logo

    SWR2 Tandem | 1.3.2017 um 10.05 Uhr

    Besuch in einer selbstverwalteten Schule für junge Erwachsene

    Schule war für sie kein Thema mehr. Davon hatten sie genug, hatten "die Schnauze voll". Doch dann fanden sie den Weg zur "Schule für Erwachsenenbildung", einer selbstverwalteten Schule in Berlin, in der es keine Noten gibt und die Schüler den Unterricht mit gestalten. Delia und Mixe aus Niedersachsen und Bayern, zwei junge Erwachsene, die jetzt freiwillig nochmal die Schulbank drücken. Hier befreien sie sich von der Rolle, Schulversager gewesen zu sein und bereiten sich mit Lust am Lernen auf ihr spätes Abitur vor. 2016 bekam diese Schule den zweiten Preis des Deutschen Schulpreises.

     
  • Die verschwundenen Studenten

    Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien

    SWR2 Tandem | 28.11.2016 um 10.05 Uhr

    Menschenrechtsverletzungen in Mexiko und deutsche Waffen

    Im September 2014 verschwinden 43 Studenten im mexikanischen Bundesstaat Guerrero spurlos. Verschleppt von Polizeieinheiten. Omar Garcia, ein Überlebender, versucht seitdem zusammen mit Angehörigen die Hintergründe zu klären. Bei der Polizeiaktion waren G36 Sturmgewehre von Heckler & Koch im Einsatz, Waffen, die niemals in diese Region hätten gelangen dürfen. Der Journalist Wolf Dieter Vogel lieferte zusammen mit Kollegen der Staatsanwaltschaft Stuttgart Nachweise, aufgrund derer Anklage gegen Heckler & Koch erhoben wurde.

filme

  • Das Terrassenwunder von Peru

    Das Terrassenwunder von Peru

    ARTE - 360° - GEO Reportage
    Ein Film von Erika Harzer u. Kalle Staymann
    Kamera: Thomas Keller
    Erstausstrahlung: Oktober 2015
    Nächste Sendetermine: ARTE 12. Juni 2017 10:15 Uhr, 17. Juni 2017 8:55 Uhr, 29. Juni 2017 7:45 Uhr

    Im Hochland von Peru, 140 Kilometer von Lima entfernt, sprudelt der Río Cañete mit unerschöpflich anmutendem Wasserreichtum durchs Tal. An seiner Mündung öffnet sich eine riesige, kaum bekannte Terrassenlandschaft: Jahrtausendealt, offensichtlich als Kornkammer uralter Vor-Inka-Völker über Hunderte Höhenmeter in den Berg eingearbeitet.

    [ARTE TV...]

     
  • Der Geist ruft aus der Ferne

    Ekeko 870x335

    Der Geist ruft aus der Ferne

    Ein Film von Rainer Hoffmann u. Erika Harzer
    Dokumentarfilm (Okt. 2015)
    Produktion: PS Film GmbH, Schweizer Radio & Fernsehen - SRF

    Erstausstrahlung: November 2015

    Das 19. Jahrhundert mit seiner Kolonialpolitik prägt auch das Bild der Schweiz. Entdecker, Naturforscher und Geschäftsleute erobern neue Welten in Übersee. Sie bringen Kakao, Baumwolle und exotische Pflanzen in die Alte Welt. Unter den mitgebrachten Kolonialwaren befinden sich auch Kulturschätze aus vorchristlichen Zeiten. Der berühmte Schweizer Naturforscher, Linguist und Diplomat Johann Jakob von Tschudi, zurück von seiner letzten Reise nach Südamerika, hat eine kleine Steinfigur aus Tiahuanaco Bolivien im Gepäck. Heute befindet sich diese Steinskulptur im Bernischen Historischen Museum.

    [SWISS FILMS...]

     
  • Raus aus der Abhängigkeit

    INKOTA Netzwerk
    Regie: Erika Harzer
    Juli 2014

    Die starken Frauen von Xochilt Acalt

    Weitere Informationen über das Frauenzentrum Xochilt Acalt [hier...]

printmedien

  • Verschwinden heißt weg sein – heißt unauffindbar sein

    Omar Garcia bei der Migranten Karawane in Italien

    Kurz vor Weihnachten 2016 nannte die Internationale Organisation für Migration (IOM) solche Zahlen. Knapp 7.300 Menschen, so die IOM, seien seit Jahresbeginn auf der Flucht verschwunden oder ums Leben gekommen. Über 4.900 davon alleine im Mittelmeer. Es sind die dokumentierten Zahlen. Die vielen kleinen Boote, denen irgendwann, irgendwo der Motor ausfiel, die Luft ausging, und die auf ihnen befindlichen Menschen ins Meer auskippte, sind darin nicht erwähnt. Wir können darüber nur vermuten, spekulieren, schätzen. Daraus ergeben sich ungenaue, angenommene Zahlen. Zahlen von Menschen, die verschwunden sind. Menschen, die für ihre Angehörige unauffindbar werden. Die einfach weg sind, abhandengekommen. Irgendwo, irgendwann.
     
  • Preisverleihungen

    Wenn Kinder nur noch weg wollen – Der mittelamerikanische Exodus

    Für dieses 55 Minuten andauernde Radiofeature war ich im November und Dezember 2014 in Mexiko, Guatemala und Honduras unterwegs. Es waren mehrere tausend Kilometer Weg, die ich zwischen und in den Ländern gereist bin, um mir die Geschichte der Menschen anzuhören, die in diesem Stück zu Wort kommen sollten. Menschen auf der Flucht, die Familie, Heimat, ihr gewohntes Leben zurück gelassen hatten, die unterwegs waren mit viel Angst und doch auch Hoffnung, mit ihrer Flucht oder ihrem Weggang ein anderes Leben finden zu können.

    Nachhören auf BR-Bayern 2 Kultur...

     
  • Verschollen

    Image: Italien verschollen [Foto: Erika Harzer]

    Mexiko / Italien

    Wie in Mexiko macht nun auch in Italien eine internationale Karawane auf die Opfer der Abschottungspolitik aufmerksam

    Die Aula der staatlichen Handelsakademie von Casal del Principe ist vollbesetzt. In der Kleinstadt nördlich von Neapel, die international vor allem wegen ihrer Verbindung zur Mafiaorganisation Camorra bekannt wurde, ist eine außergewöhnliche Veranstaltung angekündigt: die italienische Karawane für die Rechte der Migranten, für Würde und Gerechtigkeit macht Station.

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