Unterwegs für Menschenrechte und Klimaschutz

DLF Das Feature | 17.6.2022 - 20.05 Uhr [DLF Das Feature...]

von Erika Harzer

Im Einsatz auf der „Sea-Eye 4“, in der Ortsgruppe bei der Betreuung von Geflüchteten, im Schlauchboot für Klimagerechtigkeit. Aktivist*innen berichten von ihrer Arbeit und fragen sich: Was sehe ich, wenn ich in den Spiegel schaue?

„Wenn ich in den Spiegel blicke, dann sehe ich einen jungen Menschen, der versucht, die Welt zu verändern. Der halt manchmal auch ganz schön frustriert und verzweifelt an dem ganzen Scheiß ist, aber es zumindest versucht“, erzählt die junge IT-Studentin Juli.

Die Debatten um Gas- und Öllieferungen bzw. Einstellung der Lieferungen aus Russland und die daraus entstehenden Folgen werden seit Wochen intensiv geführt.

Bringt es uns tatsächlich weiter, den aktuellen kriegführenden Ressourcenlieferant, durch einen anderen auszutauschen? Statt uns das Gas billig aus Russland per Pipeline zu holen, setzen wir nun auf Gaslieferungen aus Katar und aus den USA. Frackinggas und LNG. Und dann? Was, wenn 2024 in den USA wieder Donald Trump gewählt werden wird, der mit schnellen Federstrichen seine persönliche neue Weltordnung zeichnen wird? Sollte stattdessen nicht alles unternommen werden, diesen Abschied von hochriskanten alten Abhängigkeiten nicht durch klimapolitisch und auf menschenrechtlicher Basis fragile neue Abhängigkeiten zu ersetzen?

„Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen. Deswegen lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.

Es war der 18. März 2020. Wenige Tage nach Verkündung des ersten Corona-Pandemie Lockdowns. In der Zeit der ersten großen allgemeinen Verunsicherung, der Zeit, in der sich der bis dahin gelebte Alltag auf den Kopf und auch in Frage stellte und stellen ließ. An diesem Tag hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre mahnende Rede an die Nation. Auf unser gemeinsames solidarisches Handeln würde es jetzt ankommen, so die Kanzlerin an jenem18. März.

Interview mit Pep Mujica v. 30.1.2022

„Ehrlich gesagt, gehe ich, weil mich die Pandemie rauswirft. Senator zu sein bedeutet, mit Menschen zu sprechen und überall hingehen zu können. Das Spiel wird nicht in den Büros gespielt. Ich bin massiv gefährdet. Dies ist auf zwei Umstände zurückzuführen. Aus Altersgründen und weil ich an einer chronischen immunologischen Krankheit leide. Wenn morgen ein Impfstoff auftaucht, kann ich nicht geimpft werden. Daher muss ich diese Entscheidung treffen“ verkündet Pepe Mujica am 20. Oktober 2020 im uruguayischen Senat.

Der weiche Kern der Heavy Metal Szene

SWR2 Leben | 3.11.2021 - 15.05 Uhr [hier nachhören...]

Erika Harzer und Kalle Staymann

Das kleine Dorf Wacken in Schleswig-Holstein ist legendär. 2021 war es anders, aber ohne Pandemie fallen hier einmal im Jahr rund 80.000 Menschen ein, um gemeinsam bei Heavy Metal Musik zu feiern. Das Wacken Open Air ist jedoch mehr als Heavy Metal. Seit 2014 unterstützen die Macher die Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Mehr als 10.000 Metal Fans haben sich seither typisieren lassen. Begonnen hat alles mit der heute 20-jährigen Melissa, die dank einer Spende wieder optimistisch in die Zukunft blickt.

Die großen globalen Fluchtrouten haben Namen, heißen Balkanroute oder Mexikoroute. So als ob sie normale Fortbewegung zuließen und nicht allzu oft nur ins Elend führten. Zur Jahrtausendwende wurde ich als Expertin in ein EU-Projekt nach Honduras "entsandt". Seitdem beschäftige ich mich mit Migrationsbewegungen aus Honduras, Guatemala und El Salvador in die USA. Diese Erfahrung prägt mich bis heute...

Veröffentlicht auf Zeit-Online unter der Rubrik 10 nach 8 am 6.Mai 2021

Eine Widerstandskämpferin und ihre heutige Bedeutung

Neben Sophie Scholl von der Weißen Rose sind bundesweit nur wenige junge Frauen bekannt, die sich gegen den Faschismus wehrten. Die 22-jährige Cato Bontjes van Beek wurde 1943 in Berlin Plötzensee hingerichtet.

Der Schlachthof

Publiziert in radio

Eine persönliche Auseinandersetzung

Der Schlachthof liegt in einer Kleinstadt in Norddeutschland. Mehr als 4000 Schweine werden hier täglich geschlachtet. Vor Jahren war es ein kleiner Schlachtbetrieb mit festangestellten Mitarbeitern und überschaubaren Schlachtzahlen.

Erstveröffentlichung: Amnesty Journal 4.1.2021

Repression und Widerstand an der honduranischen Karibikküste

Im Juli 2020 wurden Landrechtsaktivisten entführt, die seitdem verschwunden sind. Nicht zum ersten Mal trifft es die indigene Bevölkerungsgruppe der Garífuna. Wenn er zu den Ereignissen vom 18. Juli in seinem Heimatort El Triunfo de la Cruz befragt wird, hat Cesar Benedith eine klare Antwort: "Es war eine perfekt vorbereitete Aktion."

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